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Migration von OpenERP zur aktuellsten Version (Teil 1)

22. März 2013

Nachdem TaPo-IT seit langem selbst auf OpenERP setzt und somit auch seine eigenen Geschäftsprozesse auf Basis von OpenERP abbildet, stellt sich auch bei uns stets die Frage die erfassten Daten und eingesetzten Module auf die nächste Version von OpenERP zu migrieren. Nach dem wir etwas Luft hatten und es nicht mehr erwarten konnten, auch auf der neuesten Version von OpenERP zu arbeiten, haben wir nun die Migration unserer Produktionsdatenbank vollzogen und das mit vollem Erfolg!

OpenERP Customer Kanban

Es gibt einige Ansätze und Methoden bzw. Möglichkeiten, wie man an eine solche Migration heran geht, die ich hier in einer kleinen Serie etwas näher besprechen und erläutern werde. Vielleicht hilft dies einigen Lesern sich ein Bild darüber zu machen und ihre eigenen Entscheidungen danach auszurichten.

Generell stellt sich die Frage welche Ausgangssituation man hat und in welcher Konstellation man OpenERP bei sich einsetzt.

  • mit OpenERP Wartungsvertrag
    • Migration mit Hilfe seines kompetenten OpenERP Betreuers (OpenERP Partner, IT Unternehmen)
    • Migration direkt und selbständig über die automatisierte Platform von OpenERP (interne IT Abteilung)
  • ohne OpenERP Wartungsvertrag
    • Migration mit Hilfe seines kompetenten OpenERP Betreuers (OpenERP Partner, IT Unternehmen)
    • Migration ohne Hilfe von Fremdfirmen durch Kompetenzkräfte im eigenen Unternehmen

Das Angebot von OpenERP bzgl. des Wartungs- und Migrationsvertrags ist sicherlich die einfachste und direkteste Lösung, wenn es darum geht, die offiziellen und zertifizierten Module zu migrieren und während dem eigenen Einsatz von OpenERP einen vertraglich, letztverantwortlichen Partner bzgl. der Software selbst zu haben.

Nun ist es bekanntlich so, dass Open Source lizenzkostenfrei einsetzbar ist und wirklich jeder, der das notwendige Know How mit bringt, sich erarbeitet oder einkauft, diese nutzen und verwerten kann (natürlich alles unter den gegebenen Lizenzbedingungen). 

"Freie Software ist eine Frage der Freiheit, nicht des Preises. Um das Konzept von frei zu verstehen, sollte an Redefreiheit gedacht werden ‑ nicht an Freibier."  (Zitat von GNU - Freie Software)  bringt es auf den Punkt und in jedem Fall im Zusammenhang mit Open Source zu berücksichtigen bzw. zu bedenken. Aber was ist schon Freiheit :-)

Dies versuche ich Ihnen demnächst am eigenen Beispiel etwas näher zu bringen. Um zurück zum Thema zu kommen, haben sich in der Community von OpenERP einige Ansätze und Initiativen bzgl. der selbständigen bzw. betreuten Migration gebildet, die ich in weiterer Folge vorstellen und die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Methoden erläutern.

Generell gibt es folgende Methoden, um an den eigenen Lösungsweg zu kommen, unabhängig vom einfachen Weg, den OpenERP über seine Partner (zu denen wir auch zählen) bzw. direkt für die Kernmodule bzw. die Software anbietet.

  • Migration der Daten durch ein ETL Modul in der Zieldatenbank von OpenERP (neu erstellte Datenbank in der aktuellsten Version)
  • Migration durch reine Datenbankanalyse bzw. -vergleich und Anpassungen in seiner reinsten Form durch Ausführung von Migrationsskripten vor und nach dem automatisierten OpenERP Update Prozess, der kleinere Anpassungen von Modulen und Modellen ermöglicht.

Beide Methoden führen, je nach Anforderungen zum gewünschten Erfolg, wobei hier sicherlich ein hohes Verständnis der zu migrierenden Software erforderlich ist, um die Probleme, die einem auf dem Weg zur neuen Version begegnen, mit Erfolg lösen zu können.

In meinem nächsten Beitrag werde ich versuchen auf die Anforderungen einer Migration von OpenERP einzugehen, sowie den Prozess, der eine Migration begleitet bzw. diese begleiten sollte.

Ich würde mich freuen, wenn auch Sie beim nächsten Mal ebenfalls zu meinen interessierten Lesern gehören.